Feb 01 2008

Microsoft will Yahoo für 44,6 Milliarden US-Dollar kaufen

XING Suchmaschinen, Allgemeines 4 Kommentare

Microsoft ist auch weiterhin im Kaufrausch:
Die Gerüchte das Microsoft starkes Interesse an einer Übernahme von Yahoo hat sind nichts neues.

Wie die Süddeutsche heute berichtet, hat Microsoft dem Internet-Riesen nun erneut ein Übernahmeangebot gemacht:
44,6 Millarden US-Dollar, zahlbar zu je 50% in Microsoft-Aktien und Cash ;-)

Yahoo, die ihre vormalige Führungsposition längst an Google abgeben mussten, hat den Erhalt des Angebotes bestätigt und gab nun bekannt das Angebot prüfen zu wollen. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, bleibt jedoch weiterhin offen.

Nach der vor kurzem bekanntgegebenen Mitteilung das es einen Gewinneinbruch im vierten Quartal gibt und man den Abbau von knapp 7% der Stellen plane, wurde gestern auch verkündet, dass der Yahoo-CEO Terry Semel das Unternehmen nun endgültig verlässt.
Die Börse reagierte sofort auf das Übernahmeangebot, die Yahoo-Aktie sprang um mehr als 60% hoch, während Microsoft einen Dämpfer hinnehmen musste.

Neben Kosteneinsparungen erwartet sich Microsoft vor allem auch eine Stärkung der eigenen Internetposition durch die geplante Übernahme von Yahoo.

Insgesamt denke ich, könnte dieser Milliardendeal, Zusammenschluss der beiden Großen Konzerne, durchaus positive Auswirkungen haben und vielleicht (aber auch wirklich nur vielleicht) ein ernst zu nehmender Konkurrent für Google daraus entstehen.
Zu hoffen wäre es jedenfalls, ich persönlich halte den rasanten Wachstum und die Vormachtstellung von Google im Netz für mehr als nur bedenklich und würde mich über etwas mehr Wettbewerb freuen.
Allerdings weiß ich nicht, ob ich dafür gerne einen weiteren Ausbau von Microsofts “Herrschaft” tolerieren und den Verlust eines Internet-Urgesteins wie Yahoo in Kauf nehmen möchte.
Vor- und Nachteile hätte diese Übernahme auf jeden Fall einige.

UPDATE:
Vorläufig hat Microsoft nun eine Absage von Yahoo erhalten.
Nach Meinung von Yahoo sei das Angebot deutlich zu niedrig.

Ich bin gespannt, ob Microsoft nun nochmal drauf legt oder es gar mit einer feindlichen Übernahme versucht.

Jan 17 2008

Personensuchmaschine Yasni im ZDF

XING Leben im Internet, Suchmaschinen 9 Kommentare

Heute Nacht verirrte sich ganz überraschend eine Pressemitteilung der Personensuchmaschine Yasni.de in mein Postfach.
In dieser Pressemitteilung wurde kurz auf die gestrige und bereits angekündigte Erwähnung von Yasni in der ZDF-Reportage “Intimes im Internet” von Frontal21 hingeweisen.
Diese Mitteilung von Yasni möchte ich gerne nutzen, um meine Gedanken zum Thema Anonymität im Internet, oder: Der Trend alles über sich preiszugeben weiter auszuführen.

Anonymität im Internet

Das war einmal!
Mit zunehmender Akzeptanz des Internets in den privaten Haushalten sinken scheinbar auch die Hemmschwellen private Daten von sich öffentlich preis zu geben.
Das Zauberwort heißt Web2.0, oder besser: Mitmach-Web!
Wir hatten schon immer Foren & Communities in denen wir uns registriert haben, in denen wir schreiben konnten, uns mit anderen Usern austauschen durften und freizügig Informationen in das WorldWideWeb katapultiert haben.
Unter dem Schlagwort Web2.0 forcieren wir, die Macher, zu denen nun mal auch ich gehöre, das Ganze noch ein wenig.
Social Networks sprießen aus dem Boden als gäbe es nichts anderes mehr, unzählige Werbeslogans suggerieren uns das wir uns unbedingt in dieser und jener ultimativ tollen, einzigartigen neuen Community registrieren müssen, uns mit Freunden und gleichgesinnten vernetzen, Gruppen beitreten, Fotos hochladen, Profile ausfüllen und schreiben, schreiben, schreiben sollen.
Die öffentlich bekannt gegebenen Nutzerzahlen geben den Machern recht:
Otto-Normal-Verbraucher scheint geradezu nur auf das Mitmach-Web gewartet zu haben.

Wer denkt über die Folgen nach?

Tag für Tag gelangen mehr Daten von uns in das Internet und mit jedem geschriebenen Wort machen wir uns selbst ein wenig gläserner.
Anonymität ist für Google & Co. ein Fremdwort und für die Web2.0-Macher sind unsere privaten Daten Goldwert und doch scheint es niemanden zu interessieren.

Personensuchmaschine Yasni

Unter dem Leitsatz “Was weiß das Netz über dich?startete Yasni ende des letzten Jahres die erste deutsche Personensuchmaschine.
Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen.

Personensuchmaschine bedeutet, das Yasni nach Eingabe eines Namens das Web nach hierfür relevanten Einträgen durchforstet und nach öffentlichen und dementsprechend für jeden ohnehin frei zugänglichen Daten sucht.
Allen voran bedient sich Yasni dabei den “Großen” wie Google, Amazon, Facebook, StayFriends & Co.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist “öffentlich und frei zugänglich“.
Ich habe Yasni mittlerweile ausgiebig testen können und letztendlich kann ich sagen, das ich bei Yasni nichts anderes finde als was ich ohnehin durch (mehr Arbeit) auch bei Google über mich finde.

Will ich so bekannt sein?

Ich stöbere selbst oft in diversen Suchmaschinen herum und suche nach mir selbst.
Nicht weil ich heiß darauf bin berühmt zu werden, sondern weil mir sehr bewusst, dass das Internet sehr viele Informationen über mich bereit stellt.
Ich will wissen was das Web weiß!
Ich war in der Vergangenheit nicht sehr sparsam mit dem Bekanntgeben von privaten Daten, bin aber (vor allem dank der aktuellen Entwicklung von Google) viel sensibler für dieses Thema geworden.
Datenschützer haben, genau wie ich selbst, zu Beginn viel negatives im Zusammenhang mit Yasni.de geschrieben, mittlerweile denke ich aber, vor allem nachdem mir Steffen Rühl von der Yasni GmbH vor einer Weile auch bereitwillig offene Fragen beantwortet hat, das man Yasni.de mehr als eine Chance statt als einen böswilligen Feind betrachten sollte.
Wie bereits erwähnt, macht Yasni nichts anderes als das (vornehmlich deutsche) Web nach öffentlichen Inhalten zu bestimmten Personen zu durchsuchen.
Auf der einen Seite macht es Yasni fremden Personen dadurch natürlich leichter etwas über mich zu finden, auf der anderen Seite helfen sie aber auch mir, Informationen über mich selbst zu finden und eventuell darauf reagieren zu können.
Ich denke das man diesen zweiten Fakt nicht unterschätzen sollte.
Nicht jeder ist in der Lage das Internet und seine Suchmaschinen so effektiv zu nutzen wie wir die tagtäglich im Netz arbeiten.
Für eben diese Personen stellt Yasni auch eine Hilfe dar und hilft aufzuzeigen, wo eventuell ungewollt Informationen von ihnen bereit gestellt werden.

Wie Frontal21 ganz treffend formulierte:
Das Internet vergisst nichts!
Richtig, es vergisst nichts. Zumindest nicht solang “ihm” die Informationen bereitgestellt werden.
Wer es in der Vergangenheit versäumt hat, seine Daten spärlich und nur gezielt im Netz zu verteilen, der bekommt mit Yasni nun Hilfe diese Daten ausfindig zu machen und löschen zu lassen.
Eine große Hilfe kann hierbei auch die wöchentliche eMail mit neuen Suchergebnissen von Yasni sein.

Deswegen:
Wer bislang bereitwillig Daten von sich preisgegeben hat, der sollte in Zukunft sensibler werden, Informationen gezielter streuen und sich einfach mal auf die Suche nach seinem Namen machen.
Ich persönlich bin erstaunt darüber, wie viele Besucher mein Blog durch die Suche nach “Heiko Ramaker” erhält.
Ein deutliches Zeichen dafür, wie oft in Suchmaschinen nach vermeintlich “unbekannten” Personen gesucht wird.

Ich höre schon die bösen Kommentare, aber seien wir mal ehrlich:
Wäre es nicht schade, wenn nach deinem nächsten Vorstellungsgespräch der Job-Scout bei Google über einen Beitrag von dir und deinen sexuellen Vorlieben stolpern würde?

Jan 15 2008

Google Chart API

XING API, Nützliche Tools, Programmierung 0 Kommentare

Ich benutze für meine Arbeit immer wieder gerne, wenn es denn geht, eine kostenlose API externer Anbieter.
Ich bin ständig auf der Suche nach neuen, innovativen und natürlich kostenlosen APIs und nachdem ich erst kürzlich auf dem GoogleWatchBlog über die neue Google Chart API gestolpert bin, möchte ich diesen Anlass nutzen um euch hier in Zukunft über meine gefundenen “Schmuckstücke” zu berichten.

Was ist eine API?

Als API bezeichnet man eine Programmierschnittstelle die als Anbindung an externe Programme den Zugriff auf eben diese ermöglicht.
Die wahrscheinlich bekannteste API im Internet ist wohl derzeit die Google Maps API mit welcher Landkarten und Satellitenfotos auf der eigenen Webseite eingebunden und zusätzlich mit individuellen Markierungen versehen werden können.
Dank Web2.0 ist die Google Maps API so ziemlich zum Standard auf allen Webseiten heran gewachsen und kein Social Network scheint mehr ein entsprechende Mashups auszukommen.
Die innovativen, neuen Ideen im Umgang mit dieser API bleiben mittlerweile auch aus ;-)

Wieso sollte ich eine API verwenden?

Wieso DU sie verwenden solltest, das kann ich dir nicht 100%-ig sagen, ob und wieso du APIs verwendest, das liegt wohl ganz in deinem Ermessen.
ICH benutze APIs, weil sie zum größten Teil Funktionalitäten bereitstellen die ich selbst gar nicht oder oft auch nur sehr schwer und mühselig umsetzen könnte.
Dadurch habe ich die Möglichkeit teilweise ungeahnte Möglichkeiten zu nutzen und erspare mir dabei oft auch einen Haufen an Arbeit. ;-)

Google Chart API

Wie der Name schon vermuten lässt, können mit der Google Chart API dynamische und beliebige Diagramme erstellt werden.
Und das wirklich einfach und ohne Programmierkenntnisse.
Erst Anfang Dezember gelauncht, besteht die API momentan auch nicht aus mehr als einem einfachen, simplen Link dem unterschiedliche Parameter angehängt werden.
Als Ergebnis daraus entstehen dann die unterschiedlichen Diagramme.

Beispiel
http://chart.apis.google.com/chart?cht=p3&chd=s:Tb&chs=500×100&chl=Hauptseite|Blog würde die nachfolgende Grafik ergeben:
chart.png

Neben vielen Beispielen und einer ausführlichen englischsprachigen Erklärung aller zur Verfügung stehenden Parameter und Diagramm-Formen im Developer’s Guide gibt es einen in deutsch verfassten Kurz-Überblick auf cold-heat.

Und was jetzt?

Zwar gibt es bereits erste Anwendungen die sich hiermit beschäftigen und versuchen eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung zu stellen, insgesamt gibt es aufgrund dessen das die API noch so “frisch” ist ber definitiv noch einen Mangel an überzeugenden Oberflächen.
Wer sich also mal daran versuchen möchte… Bitte sehr! ;-)
Anwendern sei aber gesagt, das pro Webseite derzeit nur 50.000 Anfragen von Google “bearbeitet” werden.
Für die meisten Webseiten sollte dies aber durchaus ausreichen.
Ich selbst war bislang immer zu faul in meinen Scripten den im Vergleich zum Ergebnis recht hohen Aufwand auf mich zu nehmen um Statistiken & Co. grafisch aufzuwerten.
Dank der neuen Google Chart API ist dies aber wesentlich leichter geworden und ich werde es sicherlich des öfteren auch mal benutzen.
Ich liebe Statistiken und das Auge isst ja schließlich auch immer mit! ;-)

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