Über mich

Der Programmierer hat seinen eigenen Blog!

Aber wer ist denn der Programmierer?

Dann will ich mich hier doch mal vorstellen:
Mein Name ist Heiko Ramaker, ich wurde am 1.Juni 1979 als dritter unehelicher Sohn eines armen Schuhputzers in den Hinterhöfen einer unbedeutenden Kleinstadt geboren…

Nein?

Okay, dann etwas ernsthafter:
Der Name und das Geburtsdatum stimmen zumindest ;-)
Ich bin also (heute) 28 Jahre alt und hauptberuflich als freier Web-Programmierer tätig.
Wie ich dazu gekommen bin ist eine etwas längere Geschichte, also schlage ich vor, lieber Leser, du holst dir einen Kaffee, einen Tee oder was auch immer, besorgst dir einen gemütlichen Stuhl und sagst die restlichen Termine für heute ab.

Als ich nach der 10ten Klasse der Realschule auf das Gymnasium wechselte hatte ich eigentlich ganz andere Pläne:
Ich wollte Psychologie studieren.
Aber wie das im Leben so ist, es kommt ja doch immer ganz anders.
Auf dem Gymnasium habe ich dann (ja, sehr spät also) meine Vorliebe für Bücher entdeckt und damit einhergehend auch meine Begeisterung für das Theater.
Und bereits im ersten Halbjahr der 12. Klasse wusste ich: “Ja, ich werde Schauspieler!” ;-)

Schauspieler? Aber du bist doch Programmierer!
Ich weiß, ja! Nicht so voreilig, lieber Leser! ;-)

Letztendlich habe ich dann das Gymnasium verlassen (noch immer mit der Vorstellung im Kopf Schauspieler zu werden), bin zu Hause ausgezogen, verweigerte (aus Überzeugung) meinen Wehrdienst und landete (als Zivildienstleistender) in einem Wohnheim für Menschen mit einer Behinderung der Lebenshilfe Nordhorn.
Das war ein wirklich tolles Jahr. Die Arbeit, die Bewohner, die Mitarbeiter… Es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht und mich in meinem Denken und Handeln sehr geprägt.

In diesem Jahr geschah dann auch etwas was ich niemandem wünschen mag und was mein Leben nachhaltig stark geprägt hat, weil es einfach so vieles durcheinander gewirbelt hat.
Mein Vater verstarb.
Für jemanden der es selbst noch nicht erlebt hat, mag das vielleicht merkwürdig klingen, aber sein Tod hat mich wirklich sehr stark getroffen und als “Jung-Erwachsener” hat das eine Menge verändert.
Ich habe ein wenig resigniert, die Pläne “verworfen” und mich einer normalen Ausbildung (irgendwas musste ich ja machen) unterworfen.
So wurde dann in den folgenden 3 Jahren ein (Achtung!) Versicherungskaufmann aus mir!
Ende des zweiten Ausbildungsjahres hatte ich schon vor alles hinzuwerfen, weil ich mit dem autoritären Stil meines Chefs nicht zurecht gekommen bin, aber glücklicherweise hatte ich zu der Zeit ja zwei tolle Frauen die das verhindert haben:
Meine damalige Verlobte hätte es niemals zugelassen das ich meine Ausbildung einfach abbreche.
Sie war ist der liebste, netteste, tollste und verständnisvollste Mensch auf Erden, aber sie hatte auch einen unglaublichen Dickschädel und dem musste ich mich, als ich gesagt hab “Ich schmeiße die Ausbildung hin”, damals beugen.
Und dann war da noch meine Ausbilderin, die zwischendurch als kleiner Kummerkasten herhalten musste und mich in meinem “Feldzug” gegen meinen Chef (Ja, ich habe mich bei seinen Vorgesetzten beschwert) unterstützt hat.
Ich werde niemals vergessen wie sie mir damals nach einem Gespräch mit dem Vorgesetzten meines Chefs auf die Schulter klopfte und sagte “Heiko, ich finde es toll das endlich mal jemand den Mut hat sich zu wehren!”
Das tat sooooooooooo gut, und wäre ich wegen des vorhergegangenen Gesprächs nicht noch total verunsichert (und natürlich 10 Jahre älter) gewesen, wäre ich ihr wahrscheinlich weinend um den Hals gefallen und hätte ihr einen Heiratsantrag gemacht *schwärm* ;-)

Direkt nach dem Abschluss meiner Ausbildung habe ich mich dann in eine andere Filiale versetzen lassen, wo ich einen 1-jährig befristeten Vertrag als Angestellter im Außendienst bekam.
Während dieser Zeit wurde ich dann sehr krank und weil ich während dieser 1 1/2 Jahre Krankheit nicht einfach gar nichts machen wollte, hatte ich mich für das Studienfach BWL an der Fern-Universität eingeschrieben.
Ich dachte das BWL-Studium wäre eine sehr gute Erweiterung meiner Ausbildung und würde mir vielleicht helfen nach meiner Krankheit einen Job als “Trainer”, also Seminarleiter, Ausbilder etc. bei einer Versicherung zu bekommen.
Nebenbei habe ich mich aber auch sehr intensiv um mein Hobby, das Programmieren, gekümmert.
Meine erste Webseite GeldBoom.de (welche ich bereits unlängst verkauft habe) erstellte ich bereits 1997.
Ursprünglich war es eine ganz normale Webseite, inspiriert von einer englisch-sprachigen Webseite würde daraus aber das was es heute ist: Ein Downline-Club.
Um das hinzubekommen musste ich aber Programmieren lernen, nach langem suchen entschied ich mich dann für die Sprache Programmiersprache PHP in Verbindung mit MySQL-Datenbanken.
Im Laufe der Jahre habe ich meine Kenntnisse so sehr verfeinert, das ich während des BWL-Studiums bereits für viele Webmaster irgendwelche Dinge programmiert habe.

Nach 3 Semestern BWL merkte ich dann, das ich definitiv der Falsche für ein so trockenes Studienfach wie BWL bin.
Es war zwar schade um meine erhoffte “Karriere” als Trainer/Coach bei einer Versicherung, aber:
Ich habe das BWL-Studium abgebrochen.
Und wie die Personalchefs nun mal so sind, aufgrund meines sehr abenteuerlichen Lebenslaufes und vor allem wegen der etwa 1 1/2 Jahre Krankheit wollte mich niemand einstellen und ich landete im großen Pool der Arbeitslosen.
Genervt vom deutschen Alltagstrott bin ich dann auch irgendwann nach Italien ausgewandert.
Deutschland hat mir bisher kein Glück gebracht“, dachte ich und verzog mich ins italienische Südtirol.
Für “Einsteiger-Auswanderer” ist die Provinz Bozen dank ihrer stark verbreiteten und (eigentlich) offiziellen Zweisprachigkeit ein optimaler erster Schritt.
Und ein wenig bereue ich es auch seit etwas mehr als einem halben Jahr wieder in “good old germany” zu sein.

Naja, zurück zum Thema:
Gott-sei-dank lernte ich irgendwann den Web-Designer Jens kennen.
Mittlerweile dachte ich wirklich ich würde den Rest meines Lebens als Arbeitsloser mit Gelegenheitsjobs verbringen.
Aber Jens war es der mir Mut machte und sagte “Mensch Heiko, du bist so gut als Programmierer, ich kann jemanden wie dich gebrauchen. Mach dich selbstständig, du kannst bestimmt viel Geld damit verdienen.”
Also begannen wir unser erstes gemeinsames Projekt:
HerzDieb.de
Seither haben wir schon viele gemeinsame Projekte gestartet und es sind noch einige geplant.
Ich kümmere mich hauptsächlich um die Programmierung und Jens um Support, Vermarktung und das Web-Design.
Nebenbei arbeiten wir auch immer wieder gemeinsam an Projekten für unsere Kunden.
Er hilft mir wo ich Web-Design benötige, ich helfe ihm wo er Programierung benötigt.
Und weil wir uns als Team so gut ergänzen und uns auch privat wirklich sehr gut verstehen, sind wir gerade dabei eine gemeinsame Firma zu gründen.
Dazu aber später im Blog mehr ;-)

Im Endeffekt sind also eine Verkettung unglücklicher Umstände und Jens “schuld” daran, das ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe und mein Geld heute als freiberuflicher Web-Programmierer verdiene.
Ich bin froh das ich Jens kennen gelernt habe und meine Dankbarkeit wird ihm auf ewig sicher sein, denn was kann es schöneres geben, als sein Geld mit etwas zu verdienen, was einem wirklich Spaß macht, seinem Hobby, und dabei noch so gute Unterstützung zu haben.

Und so wurde ich also was ich heute bin: Programmierer!

1 Kommentar

  1. Programmierer-Blog » Flirt-Community zu verkaufen - Eine Ära geht zu ende!

    13. Oktober 2007 | 09:16 Uhr

    […] persönlich kennen lernen dürfen und sehr viel Spaß dort erleben dürfen. Ich selbst zum Beispiel habe dort meine Ex-Freundin kennen gelernt mit der ich später auch nach […]

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