Ich benutze für meine Arbeit immer wieder gerne, wenn es denn geht, eine kostenlose API externer Anbieter.
Ich bin ständig auf der Suche nach neuen, innovativen und natürlich kostenlosen APIs und nachdem ich erst kürzlich auf dem GoogleWatchBlog über die neue Google Chart API gestolpert bin, möchte ich diesen Anlass nutzen um euch hier in Zukunft über meine gefundenen “Schmuckstücke” zu berichten.
Was ist eine API?
Als API bezeichnet man eine Programmierschnittstelle die als Anbindung an externe Programme den Zugriff auf eben diese ermöglicht.
Die wahrscheinlich bekannteste API im Internet ist wohl derzeit die Google Maps API mit welcher Landkarten und Satellitenfotos auf der eigenen Webseite eingebunden und zusätzlich mit individuellen Markierungen versehen werden können.
Dank Web2.0 ist die Google Maps API so ziemlich zum Standard auf allen Webseiten heran gewachsen und kein Social Network scheint mehr ein entsprechende Mashups auszukommen.
Die innovativen, neuen Ideen im Umgang mit dieser API bleiben mittlerweile auch aus ;-)
Wieso sollte ich eine API verwenden?
Wieso DU sie verwenden solltest, das kann ich dir nicht 100%-ig sagen, ob und wieso du APIs verwendest, das liegt wohl ganz in deinem Ermessen.
ICH benutze APIs, weil sie zum größten Teil Funktionalitäten bereitstellen die ich selbst gar nicht oder oft auch nur sehr schwer und mühselig umsetzen könnte.
Dadurch habe ich die Möglichkeit teilweise ungeahnte Möglichkeiten zu nutzen und erspare mir dabei oft auch einen Haufen an Arbeit. ;-)
Google Chart API
Wie der Name schon vermuten lässt, können mit der Google Chart API dynamische und beliebige Diagramme erstellt werden.
Und das wirklich einfach und ohne Programmierkenntnisse.
Erst Anfang Dezember gelauncht, besteht die API momentan auch nicht aus mehr als einem einfachen, simplen Link dem unterschiedliche Parameter angehängt werden.
Als Ergebnis daraus entstehen dann die unterschiedlichen Diagramme.
Beispiel
http://chart.apis.google.com/chart?cht=p3&chd=s:Tb&chs=500×100&chl=Hauptseite|Blog würde die nachfolgende Grafik ergeben:

Neben vielen Beispielen und einer ausführlichen englischsprachigen Erklärung aller zur Verfügung stehenden Parameter und Diagramm-Formen im Developer’s Guide gibt es einen in deutsch verfassten Kurz-Überblick auf cold-heat.
Und was jetzt?
Zwar gibt es bereits erste Anwendungen die sich hiermit beschäftigen und versuchen eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung zu stellen, insgesamt gibt es aufgrund dessen das die API noch so “frisch” ist ber definitiv noch einen Mangel an überzeugenden Oberflächen.
Wer sich also mal daran versuchen möchte… Bitte sehr! ;-)
Anwendern sei aber gesagt, das pro Webseite derzeit nur 50.000 Anfragen von Google “bearbeitet” werden.
Für die meisten Webseiten sollte dies aber durchaus ausreichen.
Ich selbst war bislang immer zu faul in meinen Scripten den im Vergleich zum Ergebnis recht hohen Aufwand auf mich zu nehmen um Statistiken & Co. grafisch aufzuwerten.
Dank der neuen Google Chart API ist dies aber wesentlich leichter geworden und ich werde es sicherlich des öfteren auch mal benutzen.
Ich liebe Statistiken und das Auge isst ja schließlich auch immer mit! ;-)
